Migrantinnen fit für den Arbeitsmarkt

Selam Zerai: auf dem Weg zum Traumberuf

Im August 2012 hat Selam Zerai (27) eine Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA) angefangen. "Innerhalb von nur sechs Monaten bin ich dabei, meine Ziele zu erreichen, dank PiA", freut sich die gebürtige Eritreerin. Bereits als Kind wollte die zielstrebige junge Frau Apothekerin werden, "es war mein Traumberuf". 

Selam Zerai

Selam Zerai

Sie absolvierte sogar ein Praktikum in einer heimischen Apotheke. Sie verfolgte diese Laufbahn jedoch nicht weiter, da sie sich 2008 entschied, als Au-pair nach Deutschland zu gehen. Da sie mit ihrem Realschulabschluss Deutsch als Fremdsprache gelernt hatte, traute sich Selam Zerai zu diesem mutigen Schritt! 

"Da mein Realschulabschluss hier als Hauptschulabschluss anerkannt wurde, habe ich den deutschen Realschulabschluss nachgeholt. Dabei habe ich sogar Deutsch als 2. Fremdsprache mit Note 1 bestanden!", sagt die stolze 27-Jährige. Das PiA-Team habe ihr sehr geholfen, den Realschulabschluss zu bestehen. An-schließend besuchte sie einen sechsmonatigen Kurs, "Deutsch für den Beruf", davon war der letzte Monat ein Praktikum in einer Apotheke. 

Einen zweiten Deutschkurs, Level „B2“, von drei Monaten finanzierte sie selbst. "Danach konnte ich weitere fünf Monate in derselben Apotheke arbeiten, auf freiwilliger Basis, um weiterzulernen", erzählt die höchst motivierte Eritreerin. 

"Heute habe ich eine neue Welt" 

Als sie zu PiA kam, hatte sie die Gelegenheit, ihrem Traumberuf, Apothekerin, wieder auf die Spur zu kommen... Sie erkundigte sich nach möglichen Tätigkeiten in diesem Bereich und kam somit auf die PTA-Ausbildung. 

"Es hat mich so gefreut, dass ich dank PiA heute eine neue Welt habe und auf dem Weg zu meinem Ziel bin! Denn ich werde nach zwei Jahren Schulausbildung und sechs Monaten Praktikum ein Studium zur Apothekerin anfangen können!", strahlt Selam Zerai. Wer weiß, vielleicht unterstützt sie dabei wieder der bekannte Apotheker ..."Er und die Leiterin der Apotheke sind so nette Menschen. Sie haben mir unheimlich viel geholfen, als ich die Aufnahmeprüfung für die PTA-Schule vorbereitete. Sie und PiA sind wie meine Familie in Deutschland", schmunzelt sie. 

Das weiß sie sehr zu schätzen, da sie, abgesehen von ihrem zehnjährigen Sohn, keine Verwandten hierzulande hat. Und um den Nachwuchs braucht sie sich keine Sorge zu machen: "Mein Sohn ist in Eritrea aufgewachsen und ist es gewohnt, sehr selbständig zu sein. Zudem hat er auch einen Betreuungsplatz in der Schule." 

Zwischen der ehrgeizigen Mutter und ihrem Traumjob steht also nichts mehr im Wege! Sie kann mit Zuversicht durchstarten: "Ich bin so glücklich... und rate anderen Frauen, wirklich aus dem Haus zu gehen, um Neues zu lernen und ihre Ziele zu erreichen", so Selam Zerai.

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