Migrantinnen fit für den Arbeitsmarkt

Salem Ashmelash: Den Anschluss an die Gesellschaft wieder gefunden

„Ich habe viele Impulse und Ideen von PiA erhalten“, erzählt die angehende Gründerin Salem Ashmelash. „Obwohl ich zuvor lange zu Hause war, konnte ich sehr viel nachholen. Frauen sollten sich trauen, herauszukommen. Mich hat es jedenfalls motiviert, am PiA-Kurs teilzunehmen. Anfangs wusste ich nicht, wie viel Potenzial in mir steckte. Als ich zu  ause allein saβ, war ich mir dessen nicht bewusst“, reflektiert heute die gebürtige Eritreerin.



Salem Ashmelash


Mit Hilfe der Coachings innerhalb des Programms konnte sie ihren Businessplan aufstellen, die Geschäftsidee verfeinern und den Finanzplan zusammenstellen. Das Konzept: Import-Export von Autos und Autoteilen nach Afrika, „weil die Nachfrage auf dem Kontinent sehr hoch ist, sowohl nach gebrauchter Ware als auch nach neuen Fahrzeugen“. Bei der Geschäftsidee habe sie von der wertvollen Unterstützung von Bekannten profitiert und der vierjährige Sohn wird bestens von der Familie betreut. Die Startbedingungen sind also gut für die 35-Jährige. Der Weg zur eigenen Firma in der Automobilbranche ist für Salem Ashmelash aber ein Schritt in eine vollkommen neue Richtung. Denn ursprünglich hatte sie eine Ausbildung als Apotheken-Helferin (PKA) in Frankfurt abgeschlossen. „Ich bin eigentlich in Äthiopien, Addis Abeba, aufgewachsen und kam vor 18 Jahren nach Deutschland. Ich besuchte die neunte Klasse der Realschule, machte anschlieβend einen Hauptschulabschluss und absolvierte die PKA-Ausbildung. Die Arbeitssuche gestaltete sich schwierig. Da ich mich in der Zwischenzeit für EDV interessierte, beantragte ich einen Zuschuss bei der Arbeitsagentur für einen Computerkurs“, erläutert die Eritreerin.

Folgten eine Stelle bei der Deutschen Post, eine Heirat und die Betreuung des kleinen Sohnes. In der Erziehungszeit war sie nicht mehr berufstätig, dennoch als er vier wurde, hatte die junge Mutter vor, in den Beruf wieder einzusteigen. Da führte ihr Weg sie zu PiA…
„Der Kurs hat mich persönlich viel gebracht, sei es über die individuellen Coachings als auch über die Gruppen-Module. Ich war eine Zeit lang aus dem Berufsleben ausgeschlossen. Das Problem, das ich und andere Frauen in derselben Situation haben, ist: Wir bleiben immer unter uns und gehen nicht viel aus diesem Kreis heraus. Aber ich habe in der Erziehungszeit immer viele Bücher gelesen und hatte somit meine Öffnung zur Welt… Jedenfalls habe ich dank des PiA-Programms wieder den Anschluss an die Gesellschaft gefunden. Wir sind nicht mehr nur unter uns und haben nun ein neues Netzwerk!“, erfreut sich die angehende Unternehmerin.

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