Migrantinnen fit für den Arbeitsmarkt

Diversity leben: international, lokal, kultur- und altersübergreifend

Ein Gespräch mit Volker Barzyk, Leiter Personal Deutschland, ABB AG, Mannheim. Der ABB-Konzern ist weltweit führend in der Energie- und Automationstechnik.

Volker Barzyk

„Wir sind ein stark international aufgestelltes Unternehmen, in rund 100 Ländern vertreten. ABB beschäftigt etwa 120.000 Mitarbeiter, davon fast zehn Prozent in Deutschland“, so Volker Barzyk, Leiter Personal Deutschland, ABB AG.
Die Konzernsprache ist Englisch und alle Mitarbeiter werden mit einem Zugang zur E-Learning-Plattform “Global English“ ermutigt, ihre Sprachkompetenzen kostenlos weiter zu entwickeln. Dies ist Teil der ABB-Politik zur Stärkung der „Intercultural Sensitivity“. Als internationaler Konzern braucht ABB ein Personal, das nicht nur über Ländergrenzen hinweg denkt, sondern auch Projekte erfolgreich vor Ort durchführt. Konkret wird dies u. a. mit dem Jobrotation-Programm „Swap“ realisiert: Mitarbeiter können für drei oder mehr Monate einen Austausch in einer ABB-Auslandsgesellschaft erleben. Dies sei neben den sogenannten länderübergreifenden Führungsverantwortlichkeiten z. B. mit der Schweiz in der Division „Power Products“ so erfolgreich, dass das Unternehmen es auf alle fünf Geschäftsfelder erweitern wird: Energietechnik-Produkte, Energietechnik-Systeme, Industrieautomation und Antriebe, Niederspannungsprodukte und Prozessautomation.

Internationale Besatzung führt zu Innovationen

„Die Vielfalt der Belegschaft als Innovationspotenzial erleben wir täglich, insbesondere in unseren Forschungszentren. In Ladenburg erreicht – bewusst – die interne Fluktuation in unserem ‚Corporate Research Center (CRC)’ über zehn Prozent. Das CRC ist eines der drei europäischen Forschungszentren, in denen der Austausch innerhalb einer internationalen Besatzung stark gefördert wird und zu Innovationen führt“, so Volker Barzyk. ABB lebt Diversity nicht nur grenzen- sondern auch altersübergreifend. Aufgrund des demografischen Wandels legt der Konzern einen Fokus auf das lebenslange Lernen. Mit dem Programm „Generations“ fördert das Unternehmen alle Altersklassen. Das Konzept hat groβen Anklang gefunden und das „Handelsblatt“ hat 2009 dem Gesundheitsmanagement „Fit-for-Life“ als Teil von „Generations“ den „Corporate Health Award“ im Bereich Elektrotechnik verliehen. Ein schöner Erfolg, da das Programm direkt aus der Diversity entstanden ist.

ABB involviert sich ebenso stark auf lokaler Ebene für die Vielfalt der Teams. Das Unternehmen beteiligt sich am Arbeitskreis der Initiative der Metropolregion Rhein-Neckar „Wish you were here“. Diese ermutigt ausländische Kandidaten, die Region als potenzielles Arbeitsgebiet in Betracht zu ziehen. „Lokal bieten wir auch zahlreiche Praktikumsmöglichkeiten an. Wir haben 40 Standorte in Deutschland, in denen Menschen aus anderen Kulturen herzlich willkommen sind. Für das PiA-Programm heiβt es z. B., dass wir Teilnehmerinnen gerne in Praktika einarbeiten werden, wie dies bereits mit lokalen Arbeitsagenturen, unseren Partneruniversitäten oder Programmen für die Integration von Hauptschülern der Fall ist“, sagt Volker Barzyk.

Informationen: www.abb.de

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